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Wochenendseminar in Götzis


Von 18. bis 20. Juli 2008 nahm ich an einem Problemhundeseminar in Götsis (Vorarlberg) teil. Das ganze wurde über Hundewelten.de veranstaltet. Schon am ersten Tag wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass wir einiges an Information geboten bekämen und alles was wir bislang über Hundeerziehung und Arbeit mit problematischen Hunden gelernt haben nach dem Wochenende mit anderen Augen betrachten würden.

Auch wenn sich im Publikum zunächst Skepsis breit machte, fuhren wir nach den drei Tagen fasziniert und beeindruckt nach hause.

Es war eine sehr interessante und lehrreiche Veranstaltung und ich werde mich auch in Zukunft weiter mit dieser ganz speziellen wortlosen Form der Hundeerziehung bzw. -therapie befassen.

1 Kommentar 24.7.08 17:52, kommentieren



Chicco hat Angst vor Pferden und Männern

 Chicco

Angst ist ebenso wie aggressives Verhaltenein weit verbreitetes Problem in verschiedensten Mensch-Hundbeziehungen. Da dieses Verhalten zunächst aber nicht so störend und bei der Bevölkerung nicht als so negativ aufgenommen wird wie aggressives Verhalten wird es häufig nicht als etwas Ernstes angesehen, das man therapieren sollte.

Da ängstliches Verhalten aber durchaus irgendwann in aggressives Verhalten umschlagen kann (Angstbeißer) sollte schon bei kleinen Anzeichen reagiert werden.

 

Im aktuellen Fall wünscht sich die Besitzerin dass es nach der Therapie klappt, den Hund beim Reiten mit zu nehmen. Ein Wunsch, der sehr schön klingt aber eigentlich nicht immer umsetzbar ist.

 

Wesentlich dabei ist, dass sowohl der Hund als auch das Pferd ihren Besitzer als Chef und souveränen, vertrauenswürdigen Rudelführer akzeptieren. Eine Annäherung der beiden grundlegend verschiedenen Tiergruppen (Pferd = Flucht- und Beutetier; Hund = Raubtier) kann also nur und allein über den Menschen funktionieren.

Unumgänglich ist auch ein bestimmtes Maß an Grundgehorsam. Beim Gespräch mit der Besitzerin stellte sich heraus dass Chicco nur im Haus gehorcht und im Freien alles ignoriert und nicht einmal Leckerchen annimmt. 

Nach einem Lange Gespräch in Haus ging es dann ins Freie und mit einigen Tipps verstanden sich die beiden innerhalb weniger Minuten. Auch Leckerchen waren dann auf einmal interessant und die Besitzerin traute ihren Augen nicht wie aufmerksam ihr Hund auf einmal war. 

Leider konnte ich bei diesem Treffen die Situation zwischen Chicco und den Pferden noch nicht beurteilen, da diese nicht zugänglich waren. Rund um den Stall wurde asphaltiert und so konnten die Pferde ausgerechnet an diesen Tag nicht aus den Boxen in die Koppel geführt werden. Ein kurzer Besuch im Stall gemeinsam mit Chicco und seiner Besitzerin gaben mir aber schon einen groben Eindruck. Nach 14 Tagen werde ich den beiden erneut einen Besuch abstatten um deren Trainingsfortschritte und dann auch wirklich das Problem Hund und Pferd genauer zu analysieren.

Ein toller Fall mit einer sehr intelligenten einsichtigen Besitzerin und einem tollen uns süßen Hund. Da macht die Arbeit richtig Spaß

1 Kommentar 31.7.08 11:05, kommentieren