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Chrissy und ihre Babies


 

Diese süße Zwergpinscher-Mischlingsdame kam vor einigen Monaten mit dickem Bäuchlein zu ihrer neuen Pflegefamilie. Dass sie nicht alleine war konnte man schon damals gut erkennen.

Hier Chrissis Geschichte:

Anfangs fühlte sie sich anscheinend noch zu unsicher, um sich gegen Fremde zu wehren, und sie ließ sich von allen streicheln, ohne sich zu bewegen (wie am Flughafen - total erstarrt).
Nachdem sie sich jetzt schon heimischer fühlt, kommt sie, wenn sie hört, daß jemand Fremder das Haus oder den Garten betritt, aus dem oberen Stockwerk (wo die Wurfkiste steht) runtergesaust und verbellt die Besucher.
Sie lässt sich dann auch von mir meistens nicht berühren und auch nicht beruhigen und kläfft lange und in gebührendem Sicherheitsabstand. Sie meidet den Raum, wo der Besucher steht, aber im Nebenraum kläfft sie dann auch noch und ist total aufgewühlt...mir scheint, sie möchte den Besucher vertreiben.
Sie lässt sich auch nicht in den Korb schicken, wobei ich dann jedoch versuche sie in ihren Raum oder ins Haus zu locken oder zu drängen und die Tür schließe. Da interessiert sie jedoch kein Leckerli (sie traut sich meistens immer noch nicht, diese aus der Hand zu nehmen). Im geschlossenen Bereich ist dann Ruhe... sie ist lieber allein...
Das war auch schon vor der Entbindung so, so ab der 2-3. Aufenthaltswoche...
Es geht den Bebchen samt Mama sehr gut, Chrissi wird aber etwas zu frech und bestimmend und denkt, daß das obere Stockwerk ihr gehört... wenn Jenny in ihr Kinderzimmer will (das liegt neben Chrissi´s Babystube), fängt Chrissi an zu knurren... Ich weise sie dann streng in ihr Zimmer zurück - so geht das ja nicht, daß sie über die Kinder dominiert...
Vor Männern scheint sie sich noch mehr zu fürchten als vor Frauen und Kindern, kleine Kinder machen ihr nicht so viel aus (wobei das immer darauf ankommt, wie sie aufgelegt ist). Auch die größeren Kinder die sich öfters bei uns aufhalten und Chrissy total ignorieren verbellt sie... sie traut sich dann gar nicht in den Garten, wenn sie z. B. auf dem Trampolin hüpfen.
Gestern war meine Schwägerin da und Chrissi hat sich im Garten in einiger Entfernung aber ohne Bellen neben mich hingelegt. Ich hab sie ausgiebig dafür gelobt und gestreichelt, worauf sie dann im hinteren Bereich des Gartens herumgeschnüffelt und einen Knochen verbuddelt hat.

1 Kommentar 20.7.07 11:15, kommentieren



Besuch bei Itschi

Im Gespräch mit Itschies Besitzerin in deren Wohnung wurde meine Vermutung Itschis Problem betreffend bestätigt. Umso schwieriger war es nun der Besitzerin klar zu machen, was in Itschi vorgegangen ist und wie sie mit diesem Problem umzugehen hat. Die Therapie für dominantaggressive Hunde ist leider eine sehr harte. In Itschies Fall kann man leider auch nicht mehr von einem geringgradigem Problem sprechen, da sie nicht nur knurrt sondern auch gebissen hat. Auch stellt sie eine Gefahr für die Kinder der Familie dar und es ist sehr wichtig den richtigen Umgang mit diesem Hund zu lernen um Schlimmeres zu verhindern.

In einem kleinen Handout habe ich Itschies Besitzerin die wichtigsten Punkte im zukünftigen Umgang mit ihrem Hund zusammengefasst. Jeden der angeführten Punkte habe ich mit ihr durchgesprochen und ich denke sie hat alle verstanden. Die Umsetzung ist nun allerdings ein anderes Thema und ich hoffe die Besitzerin schafft es das auch durchzustehen.

Momentan ist die Familie auf Urlaub und ich hoffe ich bekomme anschließend einen Bericht. Ich denke in diesem Fall wird ein zweites Beratungsgespräch sicherlich notwendig sein.

20.7.07 14:41, kommentieren